Cobb Grill – Die Küche für unterwegs

Nichts ist wichtiger als zufriedene und vor allem satte Reisebegleiter. Egal ob Groß oder Klein. Wenn die Meute Hunger hat, wird’s anstrengend. Um dem entgegen zu wirken, hat jeder so sein eigenes Konzept. Die einen bringen Butterbrote und geschnittenes Obst mit, die anderen spezielle gefriergetrocknete Fertigmahlzeiten und Gaskocher. Wir wollen euch hier noch eine weitere Verpflegungsmöglichkeit für unterwegs vorstellen. Den Grill. Wer jetzt denk: Klasse, der eine millionste Blog zum Baumarkt- oder Einweggrill, der Irrt. Auch der Hinweis auf einen Lotusgrill, reicht hier nicht weit genug. Wir berichten hier über unsere Erfahrungen mit unserer „Outdoor-Küche“ dem Cobb-Grill.

Was ist ein Cobb-Grill

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um einen Grill der Marke Cobb. Das Grundprinzip ist hier, dass der Brennstoff (Kohle oder Gas) im inneren des Grills für die notwendige Hitze sorgt, dass Gehäuse drum herum aber kalt bleibt. Somit eignet sich dieser Grill wunderbar als Tischgrill, fürs Picknick, beim Camping oder auf dem Boot. Der 1950 in Südafrika entwickelte Grill, ist mit den Jahren erwachsen geworden und hat sich durch zahlreiches Zubehör zu einer mobilen Küche gemausert. Insgesamt eignet sich der Grill zum Grillen, Kochen, Braten, Backen und Räuchern.

Hauptfunktion Grillen – Die Kohle

Klar, eine mobile Grill-Küche muss zum Grillen geeignet sein und hierfür ist die Wahl des Brennstoffes entscheidend. Den Cobb gibt es in zwei Varianten, für Kohle und mit Gas. Wir bevorzugen das Grillen mit Kohle und werden hier auch über diese Variante berichten. Nichts desto trotz hat auch der Gas-Grill seine Vorzüge.

Zur Befeuerung wird ein Stück gepresste Kohle, der Cobble Stone, in den dafür vorgesehenen Kohlekorb gelegt und in der Mitte des Grills platziert. Der Korb ist aber auch für handelsübliche Brickets geeignet. Der Vorteil vom Cobble Stone sind seine für den Grill optimierten Eigenschaften. Zunächst wird nur ein Stück Kohle benötigt. In diesem ist der Grillanzünder schon integriert und er ist so gestaltet, dass eine optimale Sauerstoffzufuhr gewährleistet ist. Der Cobble Stone benötigt nur 1 – 2 Minuten um komplett durch zu glühen. Da kann keine andere Kohle mithalten. In den ersten zwei Minuten hat die Kohle eine starke Rauchentwicklung und es riecht ähnlich wie bei Shisha-Kohle. Der Rauch lässt aber sehr schnell nach und beim Grillen selber raucht maximal das Grillgut. Für alle, die auch unterwegs nicht auf Holzkohle verzichten möchten, gibt es einen zusätzlichen und größeren Kohlekorb. Dann wird der Cobb zum klassischen Kugelrill. Der Cobble Stone reicht für ca. 2 Stunden grillen. Alternativ gibt es noch Ultra Quick BBQ. Diese haben eine Glühdauer von ca. 40 – 60 Minuten. Nach dem Grillvergnügen reicht eine ruhige Hand, um das relativ formstabile Stück Kohle (die Asche behält die ursprüngliche Form) zu entsorgen.

Grillplatten und Grillfunktionen

Hauptbestandteil vom Cobb-Grill ist die beschichtete Grillplatte. Diese ist so gestaltet, dass ablaufendes Fett nach außen zur umlaufenden Rinne abgeführt wird und abtropfen kann. Besonders eignet sich die Grillplatte für Steaks, Kotelett oder Gemüse. Kleine Würstchen neigen hingegen dazu weg zu rollen. Ergänzt wird die Grillplatte durch einen Bratenrost. Hierdurch ist indirektes Grillen möglich. Wir haben auf dem Grillrost auch schon ca. 2 kg Schweinenacken für die ganze Familie zubereitet.

Mein persönlicher Favorit ist die Griddle Platte. Diese eignet sich perfekt für Burger-Pettis, aber auch für Steaks und Würstchen. Durch Form und Legierung ist die Platte schnell warm und es bleibt nichts haften. Auch das typische Grillmuster ist möglich. Einziger Wehrmutstropfen, die gesammelte Flüssigkeit aus Fett und Marinade muss ab und zu manuell Richtung Rinne abgestreift werden. Hier eignet sich trockenes Brot perfekt um im Bratensaft angetoastet zu werden.

Ein weiteres Must-Have ist die Deckelverlängerung mit Hähnchenhalterung. Mit der Hähnchenhalterung lässt sich das Hähnchen am Stück grillen. Leider sind wir noch nicht dazu gekommen, dies auszuprobieren. Was wir jedoch immer nutzen ist die Deckelverlängerung, welche als Windschutz dient. Weiterer Vorteil der „Grillumzäunung“: Die Fluchtgefahr beim Grillgut wird erheblich reduziert.

Bereits erwähnt wurde die Rinne im Grill. Der Grill ist so gestaltet, dass die Kohle (bzw. Gaszufuhr) zentral im inneren des Grills platziert wird. Drum herum ist eine Rinne in der z.B. Backkartoffeln und Foliengemüse platziert werden kann. So lassen sich trotz der kompakten Bauform reichhaltige Menüs zaubern. Wird die Rinne nicht zur Essenszubereitung genutzt, sammelt sich dort einfach nur überschüssiges Fett. Zur leichteren Reinigung empfiehlt es sich nach dem Grillen etwas Wasser hinzuzugeben, damit das Fett nicht hart wird. Aber Achtung! Erst wenn das Fett etwas abgekühlt ist und nicht mehr spritzen kann! Alternativ gibt es speziell hierfür geformte Aluschalen, welche das Fett sammeln und einfach herausgenommen werden können. Zum Verfeinern des Grillguts eignet sich auch die Zugabe von Wein, Bier oder anderen aromatischen Flüssigkeiten. In einem Rezept für mexikanische Burger wird z.B. Tequila in die Rinne gegossen. Dieser Burger ist übrigens unser absoluter Favorit für den Cobb. Hier werden neben den Burgerpattis auch die Burger-Souce im Wok und Tomaten mit Speck in der Pfanne zubereitet. Da kann direkt das ganze Zubehör genutzt werden. Ein Youtube-Video zur Zubereitung findet ihr hier.

Weitere Zubereitungsmöglichkeiten

Ohne weiteres Zubehör ist das Räuchern im Cobb möglich (Deckel und Grillplatte mit Bratenrost vorausgesetzt). Hierfür werden einfach ein paar Räucherchips auf die Kohle gelegt, Deckel drauf und los geht’s. Wir haben ein frisches Stück Lachsfilet ca. 20 Minuten geräuchert. Weiter ist natürlich auch das Verfeinern von Steaks möglich. Sogar Spareribs und Pulled Pork sind möglich. Hierfür werden dann aber mehr als ein Stück Kohle benötigt.

„Der Räucherofen“

Zu unserer weiteren Grundausstattung gehören mittlerweile sowohl die Bratpfanne, als auch der Wok. Die Pfanne ist beschichtet und kann genutzt werden, wie man dies von zu Hause gewohnt ist. Egal ob der Speck für den Burger, Gemüse oder das Rührei zum Frühstück. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Die Pfanne ist auch für Pizza oder Dessert geeignet. Wesentlicher Nachteil bei der Pizzazubereitung ist der erhöhte Rand der Pfanne. Dadurch ist das Handling nicht so einfach. Es gibt aber mittlerweile auch einen Pizzastein. Bei der Zubereitung von Pizza sollte der Teig sehr dünn sein und der Belag darf nicht zu nass und zu dick aufgetragen werden. Sonst passiert es schnell, dass der Boden verbrannt und der Rest noch roh ist.
Im Wok lassen sich viele weitere Gerichte zubereiten. Wir nutzen ihn am liebsten für unsere Burger Saucen oder auch mal für Kartoffelspalten. Im Prinzip gehen auch Pfannengerichte oder Suppen.

Richtig spannend wird es beim Backen. Mit der speziellen Backform lassen sich auch Brot oder Burgerbrötchen selber machen. Da Brotbacken jedoch sehr lange dauert, haben wir uns bisher dagegen entschieden. In der Backzeit kann der Grill nicht zum Grillen genutzt werden und in Kombination kann es schnell passieren, dass für die Beilagen noch einmal ein Stück Kohle nachgelegt werden muss.

Weiteres Zubehör und Hilfsmittel

Wem das bisher genannte Zubehör und Funktionen noch nicht genug sind, für den gibt es im Cobb Online-Shop noch eine Menge weitere Ergänzungen. So setzen wir für den heimischen gebrauch zusätzlich auf den Standfuß und den Deckelhalter. Der Cobb-Grill ist zwar grundsätzlich als Tischgrill gedacht und geeignet, diesen aber neben dem Tisch stehen zu haben, schafft einiges an Bewegungsfreiheit. Und mal ehrlich. Wie oft kommt es schon vor, dass jeder sein eigenes Stück selber grillen möchte? Meist ist es doch Papa, der am Grill steht. Fürs Boot gibt es auch eine Relinghalterung.

Als nützliche Hilfsmittel gibt es noch ein Schneidebrett, welches sich mit dem Deckel abdecken lässt, Grillzangen, Reiniger und viel weiteres Grillzubehör, wie Kochbücher, Räucherplatten und Gewürze. Alles zusammen lässt sich in der passenden Tragetasche überall mit hinnehmen.

Tipps und Tricks

Wer viel gegrillt und in unserem Fall gekocht hat, dem graut es vor der Reinigung seines geliebten Stücks. Hier bietet der Cobb einen wesentlichen Vorteil zu vielen handelsüblichen Grills. Er darf in die Spülmaschine. Ok, wer hat beim Picknick oder Camping schon eine Spülmaschine dabei? Hier hilft die Beschichtung bei der einfachen Reinigung der Grillplatten. Auch nach zwei Wochen intensiven Nutzung wird der Grill wieder einwandfrei sauber. Wichtig ist, dass man hier nicht mit der Drahtbürste ran geht.

Wer wie wir den Cobb EASY-TO-GO mit viel Zubehör hat, dem empfehlen wir die Tasche des Cobb Supreme. Diese ist groß genug, dass Wok, Kohle und weiteres Zubehör bequem neben dem Grill in der Tasche Platz haben. Das ganze Paket benötigt nicht mehr Fläche als eine Kiste Bier und lässt sich gut über der Schulter tragen.

Egal ob Tagesausflug oder Jahresurlaub. Wer auch unterwegs nur ungern auf seinen Grill verzichtet, oder sich einfach nicht auf die Ausstattung vor Ort verlassen möchte, für den ist der Cobb EASY-TO-GO der ideale Reisebegleiter. Für 2 – 4 Personen eignet er sich ideal für den Familienurlaub. Wer eine größere Familie hat oder viele Freunde verköstigen möchte, kann auf die größere Variante den Cobb Supreme setzen. Hiermit werden dann 8 – 12 Personen satt. Beim Supreme sind dann jedes mal zwei Stück Kohle nötig. Wer Kohle unabhängig grillen möchte, für den gibt es noch den Cobb Premier Gas. 

Unser Tester #BruceTheMoose findet den Grill auf jeden Fall klasse und freut sich schon auf das nächste Essen.

Habt ihr auch einen Cobb Grill? Dann freuen wir uns über eure Erfahrungen. Seid ihr gerade auf der Suche nach einem neuen Grill für Unterwegs und ihr habt noch Fragen? Dann scheut euch nicht, uns anzusprechen. Für regelmäßige Updates und weitere Impressionen zu diesem und weiteren Themen, folgt uns doch in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Instagram und weitere). Bis dahin guten Hunger und viel Spaß und viel Ideen für weitere #DraussenErlebnisse.

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