Trekkingstock Leki

Getestet: Leki X-Trek Antishock

Auf unseren Reisen und Ausflügen haben wir die tollsten Erlebnisse und sammeln großartige Eindrücke. Um unsere #DraussenErlebnisse so angenehm wie möglich zu gestalten, ist eine gute und funktionierende Ausrüstung besonders wichtig. Schließlich wollen wir die Natur erleben und uns nicht über die Ausrüstung ärgern. Damit auch ihr euch voll auf die nächste Herausforderung konzentrieren könnt, stellen wir euch in regelmäßigen Abständen unsere Ausrüstung vor und teilen unsere Erfahrungen. Hier stellen wir die Trekkingstöcke Leki X-Trek mit Antishock vor.

Wanderstöcke Leki X-TrekAls vor einigen Jahren das Nordic Walking populär wurde, haben wir die Leute mit Wanderstöcken noch als „Extrem-Spaziergänger“ belächelt. Nie wäre uns damals in den Sinn gekommen, selber einmal mit Stöcken unterwegs zu sein. Aber zum Glück wird man mit der Zeit auch manchmal etwas reifer und so hat es sich ergeben, dass auch wir auf die Vorteile von Wanderstöcken bauen. Da nicht ganz klar war, ob und wie wir die Stöcke einsetzen, haben wir uns für ein günstiges Einsteigermodel entschieden. Im Web gibt es unzählige Blogs in denen man sich Beraten und Informieren kann, aber am Ende ist die eigene Erfahrung doch die wichtigste. Somit war auch von Anfang an klar, dass wir uns evtl. zu einem späteren Zeitpunkt ein angepassteres Model anschaffen müssen.

Wir haben uns für das Model X-Trek Antishock von Leki entschieden. Dabei handelt es sich um einen Teleskopstock aus Aluminium. Zum Arretieren werden die einzelnen Segmente in einander gedreht. Der Stock ist komplett ausgefahren 140cm lang und kann auf ein Packmaß von 70cm zusammengeschoben werden. Ein Stock wiegt ca. 285g (gewogen) und die Griffe bestehen aus ergonomisch geformtem rutschfestem Gummi. Am Fuß der Wanderstöcke befinden sich abgeflachte Spikes und ein bezahnter Kunststoffring. Zusätzlich haben wir ein paar Gummipuffer für festen Untergrund gleich dazu genommen. Weitere Funktionen sind die verstellbaren Federungen und Schlaufen für die Handgelenke.

Soweit erst einmal die Eckdaten. Doch was bringt uns das alles?

Das Material

Zur Materialauswahl stehen Aluminium und Carbon. Bei der Auswahl hilft es ungemein, wenn man seine eigenen Ansprüche an Kosten, Qualität und Einsatz kennt. Aluminium ist in der Anschaffung meist günstiger als Carbon (bei vergleichbaren Stöcken), ist aber in der Regel auch schwerer. Vorteil von Aluminium ist die Stabilität. Ein Carbon-Stock kann bei Extrembelastungen schneller brechen, wohingegen sich Aluminium eher verbiegt und damit der Weg nach Hause noch gemeistert werden kann. Weiter ist es im Notfall eher möglich einen Aluminium-Stock zu flicken, da dieser eine sauberere Bruchkante hat im Vergleich zur meist ausgefransten Bruchstelle bei Carbon.

Aus meiner persönlichen Erfahrung, z.B. auch bei Eishockeyschlägern, führt der Gewichtsvorteil von Carbon zu einem weit angenehmeren Bedienkomfort. Es fällt einem viel leichter, sich auf die Tour zu konzentrieren, wenn man das „Werkzeug“ kaum bemerkt.

Am Ende war der Preis ausschlaggebend für die Anschaffung von Aluminiumstöcken. Vor allem vor dem Hintergrund der Nutzungshäufigkeit. Am Anfang war unklar, ob die Stöcke überhaupt benutzt werden. Nach etwas Übung und Erfahrung mit den Stöcken wird es als nächstes eher Carbon.

Die Griffe

Maximale Länge WanderstöckeBei dem Leki X-Trek bestehen die Griffe aus Kunststoff. Nach der Meinung vieler anderer Blogger neigt man bei Kunststoff eher zu schwitzigen Händen. Dies kann ich zum Teil bestätigen, wo mal sich die Frage stellt, welchen Einfluss die eigentliche Anstrengung durch das Wandern selber hat. Ob andere Materialien für mich besser geeignet sind, kann ich noch nicht sagen. Wichtig für mich war der sichere Halt und der ist durch den vorgeformten Griff gegeben. Am besten man probiert vor dem Kauf verschiedene Griffe aus um ein Gefühl für die unterschiedlichen Passformen zu bekommen.

Die Schlaufen für die Handgelenke können stufenlos festgezogen werden. Dies bietet eine optimale Sicherheit, auch wenn der Stock mal losgelassen werden muss.

Das Teleskopsystem

In unserem Fall handelt es sich um einen Teleskopstab. Alternativ gibt es noch Faltstöcke oder die Variante „Ski-Stock“. Die Teleskopstöcke wiederum gibt es mit Drehverschluss, wie in unserem Fall, oder mit Klemmverschluss. Grundsätzlich ist der Drehverschluss intuitiv und einfach einstellbar. Einmal ist es passiert, dass bei einer starken Belastung ein Segment durchgerutscht ist. Hierbei hat das volle Körpergewicht plus Kind im Tragerucksack auf dem Stock gelastet. Im normalen gebrauch gab es mit diesem System jedoch keinerlei Probleme. Immer vorausgesetzt der Verschluss wurde fest zugedreht.

Antishock

Wanderstock AntishocksystemDas Antishock-System soll die Gelenke vor zu großen Belastungen und Stößen schützen. Dies war auch ein Hauptgrund, warum ich mich für den Stock mit Antishock entschieden habe. Doch schon nach den ersten echten Gehversuchen außerhalb vom Laden habe ich dieses System verflucht. Es gibt für mich nichts unangenehmeres, als einen nachgebenden Stock. Schließlich erwarte ich einen sicheren Halt und eine feste Stütze. Mit dieser Negativ-Erfahrung wollte ich den Stock direkt zurückgeben. Der Verkäufer hätte den Stock auch zurückgenommen, hat mir aber vorher noch gezeigt, wie man die Feder verstellen, bzw. feststellen kann. Das ist ideal für alle, wie mich, die noch nicht wissen, ob sie lieber mit oder ohne Feder unterwegs sind. Seit dem werden die Wanderstöcke ohne Federung genutzt.

Zubehör

Stockende mit Gummipuffer und TellerIdeal bei Leki und auch anderen Markenherstellern ist das umfangreiche Sortiment und Zubehör. Hier ist für jeden Einsatzzweck etwas dabei. Wir haben z.B. die einfachen Gummipuffer für festen Untergrund hinzu gekauft. Diese sind ideal für asphaltierte Wege wie z.B. den Philosophenweg in Heidelberg oder den Weg vom Parkplatz zum Wanderweg, wie wir ihn auf unserer Tour in Bad Dürkheim hatten. Für alle Walker gibt es natürlich auch entsprechende Aufsätze. Somit muss man sich nicht mehrere Paar Stöcke zu Hause hinlegen.

Fazit

Um es mal vorweg zu nehmen: Für den Zweck, für den ich die Stöcke ausgewählt habe, kann ich sie uneingeschränkt weiter empfehlen. Der Stock ist ideal um sich mit der Materie vertraut zu machen und um erste Erfahrungen zu sammeln. Auf Grund des verhältnismäßig geringen Anschaffungspreises ist es auch nicht schlimm, wenn er selten genutzt wird oder nach einer Saison durch ein anderes Model ersetzt wird. Wichtig ist immer, dass man sich bewusst macht, was man kauft und wofür man etwas kauft und die entsprechenden Einsatzgrenzen kennt.

Ich persönlich werde in absehbarer Zeit auf ein angepassteres Model umsteigen. Bis dahin werden die Leki X-Trek uneingeschränkt weiter genutzt. Für alle erfahrenen Wanderer ist der Stock eher nichts. Aber hier muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Ansprüche er an seine Ausrüstung hat.

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